Anti AKW Reihe: Widerstand bis heute im Wendland – Haut ab!

19.07.2016 Widerstand im Wendland „Haut ab“ (1997)

20 Uhr im TTZ (Softwarecenter 3), im Anschluss an den Film Gespräch mit einem Zeitzeugen

Widerstand bis heute im Wendland – Haut ab! (1997):

Einen ersten Höhepunkt erreichte der Widerstand im Wendland im Kampf gegen das geplante Atommüll-Endlager mit der Besetzung des Bauplatzes und der Ausrufung der freien Republik Wendland im Jahre 1980. Hier sollte das Atomklo des Westens entstehen und die Entsorgungsfrage mit einem umfassenden Konzept aus Endlager, Zwischenlager und Konditionierungsanlage „gelöst“ werden. Eine neue Phase der Mobilisierung wurde aber gerade durch den Verzicht auf die WAA in Wackersdorf dann in den 1990er Jahren eingleitet. In den Abkommen mit den Anlagen in Le Hague und Sellafield musste der aufbereitete Atommüll wieder zurückgenommen werden. Als Zwischenlager wurde der Standort Gorleben bestimmt, die Mobilisierung gegen die dafür notwendigen Castortransporte begann. Seit dieser Zeit konzentriert sich der Anti-AKW-Kampf auf die größte Schwachstelle des Atomkonzeptes, auf die Entsorgungsfrage.
Das Blockierungskonzept gegen die inzwischen 14 Transporte hat u.a. auch zum Ziel, die politischen und materiellen Kosten immer weiter in die Höhe zu treiben.

In dem sehenswerten Film „Haut ab!“ von Roswitha und Gerhard Ziegler von der Wendländischen Filmkooperative aus dem Jahr 1997 wir der Begriff Widerstand sehr facettenreich thematisiert. Widerstand ist Ausbrechen aus der Norm, ist Maulwurfsarbeit, ist was Gewachsenes.
Als Zeitzeuge berichtet uns der langjährige Umweltaktivist Daniel Manwire.